Mittelstand ERP
Der Markt der zahlreichen ERP-Anbieter ist sehr auf Großkunden fokusiert und bietet (noch) wenig Raum für Unternehmen im klassischen Mittelstand.
Die Implementierung von ERP-Systemen im Mittelstand ist eine Gradwanderung zwischen dem absoluten Muss von Beschleunigung und Optimierung der internen Abläufe, dem damit verbundenen finanziellen Aufwand und der Ausbeute des Projektes. Gerade Unternehmen des Mittelstandes haben zwar ihr Argusauge stets auf diese Priorisierung gelegt, eher sind aber die großen Anbieter in dieser Hinsicht die kostenintensivere Variante.
Angst vor schlechter Ergonomie, herausfordernde Schnittstellenfähigkeiten und nicht zuletzt die Pain vor einer unzureichenden Abdeckung der Geschäftsfälle lassen die Zielgruppe Mittelstand eher skeptisch gegenüber ERP-Programme auftreten.
Genau hier setzen die “Kleineren” ERP-Anbieter die Daumenschrauben an. Immer bessere Bedienbarkeit und Funktionalität in den Anwendungen und nicht zuletzt, fallende Preise auf diesem Sektor machen den Umstieg wieder erschwinglich.
Die Probleme, die auch mittelständische Unternehmen auf sich nehmen müssen, sind hausgemacht und meist scheitert die erste Euphorie an schlechter Migration von Altdaten, mangelnder Felxibilität und fehlender Personalressourcen im Projektteam.
Gerade mittelständischen ERP-Neulingen ist anzuraten, die Einführung von Mittelstand ERP konsquent im Standard auszuführen und nach erfolgreichem go.live eventuell später auf spezifische Zusatzfunktionen upzugraden. Dies kommt insbesondere dann zum Einsatz, wenn im Unternehmen Kapazitäten und Erfahrungen für ein perfektes Projektmanagement fehlen.
Die erhöhte Transparenz im ERP-Unternehmen wird Managerherzen höher schlagen lassen und natürlich die Bediener zu absoluter Einhaltung der Regeln motivieren.
Skeptikern sei gesagt: “Ein System arbeitet nur so gut, wie seine Daten und Bediener zusammenspielen”