Organisationsentwicklung
Um Unternehmen wettbewerbsfähiger zu gestalten, wird oft Outsourcing, Lean Office Management oder Reeingeniering benutzt. Also das Auslagern bestimmter Themenbereiche, wie Forschung, Entwicklung, Produktion oder Planung, um kostengünstiger zu produzieren.
Organisationsentwicklung, kurz OE genannt, ist teil des Personalmanagement und setzt sich dagegen neben der Effektivität genauso auch mit der Humanisierung der Arbeit auseinander. OE zielt also darauf ab, Organisation in einem Prozess wirksamer und humaner zu machen. Es darf nie aus den Augen verloren werden, dass Organisationen vom Menschen geschaffene Konstrukte sind. Je weniger Stress und psychischer Druck auf einem Menschen lastet, umso mehr Positives vermag der Körper zu leisten. Es ist ein Veränderungsprozess in der Organisation, indem die Mitarbeiter direkte Erfahrung und Mitwirkung erlernen.
Organisationsentwicklung ist immer ein langfristig angelegter Entwicklungsprozess, in dem Einstellung und Verhalten aller Beteiligten sich ändern müssen. Gesundheit, Krankheit, und Erlernen der eigenen Leistungsfähigkeit spielen genauso eine wichtige Rolle, wie das Erlerne des Umgangs mit Arbeitsanforderungen, Kommunikations- und Problemlöseverfahren, wie auch Normen und Werte aller Beteiligten. Es werden also nicht nur formale, sondern auch informale Strukturen beachtet und in den Prozess miteinbezogen.
Vorgegangen wird hierbei zunächst mit dem Erkennen eines Problems – die Prozessanalyse. Hilfreiche Mittel stellen hierbei Fragebögen, Interviews des Chefs mit den Mitarbeitern zu bestimmten Themen, oder Workshops dar. Über das Analysieren, durch das gemeinsame Sprechen bzw. Diskutieren über ein Thema, können neue Ansätze gefunden und so Probleme gelöst werden.
Management und Mitarbeiter werden befähigt die Zukunft des Unternehmens aktiv zu gestalten, mit gleichzeitigem Einbeziehen der strukturellen und kulturellen Individualbedürfnisse aller Beteiligten.
Praktische Ansatzpunkte für die Organisationsentwicklung sind das Fördern der Fähigkeiten von Mitarbeitern und jene auch zu motivieren. Neue Anreize schaffen, in Form von neuem Arbeitsgestaltungen und Mitarbeiter an Entscheidungsprozessen aktiv mitwirken lassen. Die Führungskräfte werden angehalten über soziale Konflikte in der Organisation zu wachen und gegebenenfalls einzugreifen, sei es durch Einzel- oder Gruppengespräche. Die Kontrolle über Qualität und Quantität der zu erbringenden Leistungen dürfen jedoch nicht fehlen. Konsequenzen aus den erbrachten Leistungen können zum Beispiel je nach Bedarf Beförderungen, Lohnerhöhungen oder Entlassungen sein.
Wichtig im Nachfeld ist aber auch die Auswertung. Wie werden Veränderungen beurteilt und haben die Maßnahmen auch etwas gebracht?
Organisationsentwicklung wird in der Regel von externen Organisationsberatern durchgeführt, da diese objektiver als Beteiligte an Probleme herangehen können. Wie lange so ein Prozess dauert hängt von den gegebenen Umständen ab.